Schon lange will die Kosmetik stärkere Ergebnisse erzielen als ein einfaches, angenehmes Hautgefühl. Von Anti-Age, über Unreinheiten,

bis hin zu Couperose und Rosazea: Viele Hersteller halten für die unterschiedlichsten Hautzustände die passenden Pflegelinien bereit. 

Ein Begriff taucht in den letzten Jahren dabei immer häufiger auf – „freie Radikale“. Wir geben Euch in dieser Reihe einen Überblick, was damit

gemeint ist, ob die Produkte ihre Versprechen halten können, und wie ihr beim Shoppen das passende Produkt für Euch findet!


 


Was sind freie Radikale?

 

Starten wir mit einem Überblick darüber, was freie Radikale eigentlich sind. Sie bezeichnen nämlich zunächst schlicht Moleküle, die 

besonders chemisch aktiv sind, weil sie ein ungepaartes Elektron besitzen. Einen Zustand, den solche Moleküle aggressiv verändern wollen.  

Dabei reagieren sie auch mit gesunden vollzähligen Verbindungen, und schädigen diese damit. Problem dabei: Ist dieses erste Molekül mit

Dem Ergebnis der Reaktion zufrieden, hat es das zweite selbst zum freien Radikal gemacht und so eine Kettenreaktion ausgelöst. 

 

Was hat das mit meiner Haut und Kosmetik zu tun?

 

Diese freien Radikale produziert unser Körper zum Teil selbst: Stoffwechselprozesse in den (Haut-)Zellen lassen ununterbrochen solche „Ausschussware“

entstehen. Ist unser Körper fit, gesund und lebt in perfekter Umgebung, kann er diese Angreifer selbst eliminieren. Schlafmangel, schlechte

Ernährung, fehlende Bewegung, zu wenig Sonnenlicht und negative Umwelteinflüsse lassen die Zahl der Angreifer jedoch immer weiter steigen und 

schwächen unsere körpereigene Abwehrlinie. Die Folge: Gerade unsere Haut verliert nicht nur schneller Feuchtigkeit, Spannkraft und ihr jugendliches

Aussehen, sondern ist auch anfälliger für Hautreizungen, Überreaktionen und krankhafte Hautveränderungen. 

 

Superhelden Antioxidantien

 

Wollen wir uns gegen diese Angreifer wehren, brauchen wir Unterstützung! Selbst wenn wir unsere Ernährung, den Alltag und die Bewegung selbst in 

den Griff bekommen, können wir spätestens die Umwelteinflüsse nicht mehr steuern. Die Lösung: Antioxidantien als „Radikalfänger“. Antioxidantien sind

Verbindungen, die freiwillig eines ihrer Elektronen abgeben und selbst dabei nicht zu neuen aggressiven Radikalen werden. Sie übernehmen also als 

Stellvertreter diesen Job und schützen damit unsere Körper- und Hautzellen. 

 

Und da soll Kosmetik helfen?

 

Die meisten Hersteller unternehmen große Anstrengungen, um solche Verbindungen zu finden. Einige davon sind schon länger bekannt, da unser Körper

selbst viele Verbindungen und Vitamine im Kampf gegen freie Radikale einsetzt.

So können Vitamin C, E und K, sowie das Provitamin A (Betacarotin) oder auch das Coenzym Q10 als starker Radikalfänger eingesetzt werden. 

Die größte Herausforderung ist die Wirkung, die diese Stoffe mit sich bringen, wirksam in die Haut zu transportieren. Während einige ihre antioxidative Fähigkeit 

dauerhaft mit bringen, müssen andere erst von unserem Körper aufgespalten werden um zum Einsatz zu kommen. Welche Strategien sich die 

Labore der Kosmetikhersteller überlegt haben und auf was ihr beim Nutzen und in der Anwendung beachten solltet, erfahrt ihr im zweiten Teil von „Angriff von Innen und Außen“.